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CO2-neutrale und somit klimafreundliche Baustoffe - ab jetzt Realität!

𝗣𝗳𝗹𝗮𝗻𝘇𝗲𝗻𝗸𝗼𝗵𝗹𝗲 𝗶𝗻 𝗱𝗲𝗿 𝗕𝗮𝘂𝘀𝘁𝗼𝗳𝗳𝗶𝗻𝗱𝘂𝘀𝘁𝗿𝗶𝗲 – 𝗲𝗶𝗻 𝗦𝗰𝗵𝗹ü𝘀𝘀𝗲𝗹 𝘇𝘂𝗿 𝗱𝗮𝘂𝗲𝗿𝗵𝗮𝗳𝘁𝗲𝗻 𝗖𝗢₂-𝗙𝗶𝘅𝗶𝗲𝗿𝘂𝗻𝗴Die Baustoffindustrie steht im Zentr...
08/10/2025

𝗣𝗳𝗹𝗮𝗻𝘇𝗲𝗻𝗸𝗼𝗵𝗹𝗲 𝗶𝗻 𝗱𝗲𝗿 𝗕𝗮𝘂𝘀𝘁𝗼𝗳𝗳𝗶𝗻𝗱𝘂𝘀𝘁𝗿𝗶𝗲 – 𝗲𝗶𝗻 𝗦𝗰𝗵𝗹ü𝘀𝘀𝗲𝗹 𝘇𝘂𝗿 𝗱𝗮𝘂𝗲𝗿𝗵𝗮𝗳𝘁𝗲𝗻 𝗖𝗢₂-𝗙𝗶𝘅𝗶𝗲𝗿𝘂𝗻𝗴
Die Baustoffindustrie steht im Zentrum der Klimadebatte. Rund 8 % der globalen CO₂-Emissionen stammen allein aus der Zement- und Betonproduktion. In Deutschland ist der Bausektor einer der größten Emittenten - aber auch ein Bereich mit enormem Potenzial, Kohlenstoff dauerhaft zu binden. Eine innovative Lösung rückt dabei zunehmend in den Fokus: Pflanzenkohle.

𝗣𝗼𝘁𝗲𝗻𝘇𝗶𝗮𝗹𝗲 𝗶𝗺 𝗕𝗮𝘂𝘄𝗲𝘀𝗲𝗻
Traditionell wird Pflanzenkohle in der Landwirtschaft als Bodenverbesserer eingesetzt. Doch ihr Einsatz in Baustoffen eröffnet völlig neue Perspektiven für die dauerhafte CO₂-Speicherung.

✅ 𝗕𝗲𝘁𝗼𝗻 𝘂𝗻𝗱 𝗠ö𝗿𝘁𝗲𝗹:
Durch Beimischung von Pflanzenkohle können Zementanteile (prozentual) reduziert und gleichzeitig bestimmte Materialeigenschaften verbessert werden - z. B. das Feuchtigkeitsmanagement und die Wärmedämmung. Erste Studien zeigen, dass Betone mit Pflanzenkohleanteil sogar eine höhere Dauerhaftigkeit aufweisen können.

✅ 𝗔𝘀𝗽𝗵𝗮𝗹𝘁 𝘂𝗻𝗱 𝗕𝗶𝘁𝘂𝗺𝗲𝗻:
Pflanzenkohle kann fossile Füllstoffe ersetzen und die Stabilität sowie Temperaturbeständigkeit von Asphalt erhöhen. Damit leistet sie auch im Straßenbau einen Beitrag zur CO₂-Fixierung.

✅ 𝗟𝗲𝗶𝗰𝗵𝘁- 𝘂𝗻𝗱 𝗗ä𝗺𝗺𝘀𝘁𝗼𝗳𝗳𝗲:
In Kombination mit Kalk, Lehm oder Hanf entstehen neue, CO₂-negative Baustoffe, die sowohl baubiologisch als auch klimatechnisch überzeugen. Die Pflanzenkohle wirkt hier als dauerhafte Kohlenstoffsenke und verbessert gleichzeitig die Isolationswerte.

𝗖𝗢₂-𝗙𝗶𝘅𝗶𝗲𝗿𝘂𝗻𝗴𝘀𝗽𝗼𝘁𝗲𝗻𝘇𝗶𝗮𝗹 𝗶𝗻 𝗗𝗲𝘂𝘁𝘀𝗰𝗵𝗹𝗮𝗻𝗱
Deutschland verfügt über große Mengen biogener Reststoffe - aus der Forstwirtschaft, der Landschaftspflege und der Agrarproduktion. Schätzungen zufolge könnten daraus mehr als 20 Millionen Tonnen Pflanzenkohle pro Jahr hergestellt werden.

Selbst wenn nur ein Teil davon in Baustoffen zum Einsatz käme, ließen sich mehrere Millionen Tonnen CO₂ jährlich dauerhaft binden. Zum Vergleich: Das entspricht den Emissionen einer mittleren Großstadt wie Köln.

Zudem eröffnet der Ansatz eine Kreislaufwirtschaft zwischen Land- und Bauwirtschaft: Reststoffe aus der Landwirtschaft werden zu Baustoffkomponenten, die wiederum über Jahrzehnte Kohlenstoff speichern.

𝗛𝗲𝗿𝗮𝘂𝘀𝗳𝗼𝗿𝗱𝗲𝗿𝘂𝗻𝗴𝗲𝗻 𝘂𝗻𝗱 𝗶𝗻𝗻𝗼𝘃𝗮𝘁𝗶𝘃𝗲 𝗟ö𝘀𝘂𝗻𝗴𝗲𝗻
Trotz der großen Potenziale bringt der Einsatz von Pflanzenkohle im Baustoffsektor auch technische Herausforderungen mit sich. Die Porosität der Kohle kann je nach Ausgangsmaterial und Herstellungsprozess stark variieren. Diese Unterschiede führen zu unterschiedlicher Wasseraufnahme, was in der Praxis bedeutet, dass Beton- und Mörtelrezepturen kontinuierlich angepasst werden müssen, um eine gleichbleibende Qualität sicherzustellen.

Um dieses Problem zu lösen, hat die Team Nachhaltigkeit eine patentierte Nachbehandlungstechnologie entwickelt - CarbonAra®. Durch diese spezielle Behandlung wird die Pflanzenkohle so modifiziert, dass sie sich stabil und reproduzierbar in Baustoffmischungen einsetzen lässt, ohne dass fortlaufende Anpassungen der Rezepturen erforderlich sind. Damit wird der großtechnische Einsatz von Pflanzenkohle in der Baustoffindustrie erstmals wirtschaftlich und prozesssicher möglich.

𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁
Pflanzenkohle bietet der deutschen Baustoffindustrie die Chance, vom Klimaproblem zur Klimasenke zu werden. Durch ihre Einbindung in Beton, Lehm, Asphalt oder Dämmstoffe lässt sich Kohlenstoff dauerhaft speichern und gleichzeitig die Ressourceneffizienz erhöhen.

Dank innovativer Verfahren wie CarbonAra® können nun auch technische Hürden überwunden werden, und was heute noch als Nische gilt, könnte schon in wenigen Jahren ein zentraler Baustein einer CO₂-neutralen Bauwirtschaft sein.

Adresse

Maienfeldstraße 19/1
Tübingen
72074

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