30/04/2026
Was derzeit aus dem 1. NRW-Rohstoffmonitoring-Bericht gemacht wird, ist mehr als nur eine Fehlinterpretation: Es ist politisch hochproblematisch.
Es wird suggeriert, der Bedarf an Sand und Kies gehe zurück (angeblich um 8 Prozent). Doch ein genauer Blick in die Zahlen der Studie zeigt das Gegenteil:
Vergleicht man die Prognosen mit der HEUTIGEN REALITÄT (jüngste Zahlen aus 2024), ergibt sich im mittleren Szenario ein Mehrbedarf von rund 4 %, bei positiver wirtschaftlicher Entwicklung sogar bis zu 12 %.
Der angebliche „Rückgang“ entsteht nur, weil vom Produktionsjahr 2022 aus gerechnet wird. Das ist kein Trend, das ist ein statistischer Effekt. Man könnte auch sagen, dass der "Degressionspfad" zurechtgebastelt wurde.
👉 Die Wahrheit ist: Der Bedarf bleibt hoch (laut Monitoringbericht bei über 53 Mio Tonnen). Und gleichzeitig brechen die Gewinnungsgenehmigungen weg!
Und genau hier wird es politisch brisant: Auf Basis dieser verzerrten Darstellung soll die Versorgungssicherung in NRW künftig sogar noch weiter reduziert werden.
Das ist keine vorausschauende Politik. Das ist ein Rezept für Versorgungsengpässe, steigende Baukosten und gefährdete Infrastrukturprojekte.
Wir brauchen endlich eine ehrliche Debatte auf Grundlage der aktuellen Studie und keine Politik, die sich ihre Realität zurechtlegt.
Jeder kann sich den 1. NRW-Rohstoffmonitoringbericht hier anschauen:https://www.wirtschaft.nrw/system/files/media/document/file/rwi_projektbericht_studienreihe_rohstoffmonitoring_erster_bericht_maerz_2026.pdf